Psychotherapie Ausbildung

Auch ohne Studium arbeiten - die Freie Psychotherapie
 
Informationen zur Psychotherapie AusbildungAuch aufgrund der langen Wartezeiten auf einen "richtigen" Therapieplatz setzte sich in den vergangenen Jahren der Beruf des psychotherapeutischen Beraters oder Coaches durch. Dieser begleitet Menschen in Lebenskrisen, etwa nach Trennungen oder in beruflichen Krisen.
Zusammen mit seinen Klienten analysiert er die Probleme und Verhaltensmuster, erarbeitet Lösungsmöglichkeiten und hilft dabei, diese auch umzusetzen.
 
Der psychotherapeutische Berater kann ohne formelle Qualifikation dort arbeiten, wo es nicht um psychische Erkrankungen geht. Deshalb haben die Berater keine Kassenzulassung und werden privat bezahlt. Wer auch kranke Menschen behandeln möchte, braucht hingegen die staatliche Prüfung nach dem Heilpraktikergesetz. Häufig ist es so, dass Menschen im mittleren Alter, die selbst schon Lebenskrisen bewältigen mussten, eine entsprechende Weiterbildung anfangen. Das ist in Fachschulen möglich.
 
Oftmals bieten aber auch namhafte Therapeuten und Coaches Seminare an, die mit einer Abschlussprüfung und einem entsprechenden Zertifikat enden. Nach anfänglichen Vorbehalten arbeiten auch "richtige" Therapeuten mehr und mehr mit den Beratern zusammen und überweisen leichtere Fälle an diese Kollegen.
 
Die Ausbildung ist in den meisten Fällen berufsbegleitend und dauert anderthalb bis zwei Jahre. Hinzu kommen spezielle Kurse, etwa in systemischer Beratung oder in Paarkonflikten - je nach dem, auf welchem Feld der künftige Berater tätig sein möchte. Ihren Ausbilder sollten Sie sorgfältig wählen. Anders als im Psychologiestudium gibt es keine festen Studienpläne. Hier kommt es sehr auf den Ruf der Einrichtung an. In drei Schritten finden Sie eine passende Ausbildung:
 
  1. Schauen Sie sich nach den Koryphäen ihres Faches um. Diese achten sicher auf eine gute Ausbildung ihrer Schüler, weil auch sie einen Ruf zu verlieren haben.  
  2. Informieren Sie sich bei den Berufsverbänden über seriöse Schulen und Ausbilder.  
  3. Vergleichen Sie die Ausbildungspläne. Seriöse Anbieter legen sehr viel Wert auf Supervision und machen ihren Schülern auch deutlich, wo Gefahren und Grenzen therapeutischer Intervention liegen.
Billig ist die Ausbildung nicht. Je nach Umfang und Qualität müssen Sie mit einem fünfstelligen Betrag rechnen. Unter Umständen übernimmt aber die Arbeitsagentur einen Teil der Kosten.